Kaufnebenkosten in Sachsen

In Sachsen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler kommen beim Kauf einer Immobilie meist 7,5 bis 11,1 Prozent zum Kaufpreis hinzu. Stand 27. September 2026.

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Über einen Makler?
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Im Durchschnitt rund 2 Prozent des Kaufpreises.

Lange hatte Sachsen den niedrigsten Grunderwerbsteuersatz in Deutschland. Seit Anfang 2023 ist das anders: Der Freistaat hat den Satz angehoben und liegt jetzt bei 5,5 Prozent. Für Käufer in Leipzig, Dresden, Chemnitz oder im Erzgebirge bedeutet das höhere Nebenkosten als noch vor wenigen Jahren. Wer heute kauft, sollte deshalb neu rechnen und sich nicht auf ältere Faustregeln verlassen.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?

Der Steuersatz beträgt 5,5 Prozent. Festgelegt ist er im Sächsischen Grunderwerbsteuersatzgesetz (SächsGrEStSatzG) vom 20. Dezember 2022, das als Teil des Haushaltsbegleitgesetzes 2023/2024 beschlossen wurde. Es gilt für Erwerbsvorgänge, die nach dem 31. Dezember 2022 verwirklicht werden. Bis Ende 2022 galt ein niedrigerer Satz. Die Steuer selbst beruht auf dem Grunderwerbsteuergesetz des Bundes, das Land bestimmt nur die Höhe.

Rechenbeispiel: Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro zahlen Sie in Sachsen 16.500 Euro Grunderwerbsteuer.

Maßgeblich für den Satz ist der Zeitpunkt, zu dem der Erwerbsvorgang verwirklicht wird, in der Regel also der wirksame Kaufvertrag. Nach der Zahlung erhalten Sie vom Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung, mit der das Grundbuchamt die Eigentumsumschreibung vornehmen kann.

Was kosten Notar und Grundbuch?

Die Gebühren für Notar und Grundbuchamt sind in ganz Deutschland gleich. Sie ergeben sich aus dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und richten sich nach dem Kaufpreis sowie der Höhe der Grundschuld, die für Ihre Bank eingetragen wird.

Kalkulieren Sie für beides zusammen mit rund 2 Prozent des Kaufpreises. Bei einer Immobilie für 300.000 Euro sind das etwa 6.000 Euro. Der genaue Betrag hängt vom Vertragsinhalt und den erforderlichen Eintragungen ab.

Wer bezahlt den Makler?

Für Wohnungen und Einfamilienhäuser gilt beim Kauf durch Verbraucher die Halbteilung nach § 656c BGB, sofern der Makler für beide Parteien tätig ist. Sie tragen dann höchstens denselben Anteil wie der Verkäufer. Die Höhe der Provision ist gesetzlich nicht festgeschrieben und kann verhandelt werden.

Welche Nebenkosten übernimmt die Bank?

In unserem Beispiel kommen für Steuer, Notar und Grundbuch rund 22.500 Euro zusammen. Die meisten Banken erwarten, dass Sie diese Kosten mit eigenem Geld bezahlen. Die Nebenkosten fließen nicht in den Wert der Immobilie ein und sind für die Bank deshalb nicht besichert. Finanzierungen, die auch die Nebenkosten abdecken, gibt es, sie setzen aber meist ein überdurchschnittliches Einkommen voraus.

Durch die Steuererhöhung ist der Eigenkapitalbedarf in Sachsen gestiegen. Rechnen Sie daher mit dem aktuellen Satz von 5,5 Prozent, auch wenn ältere Ratgeber noch niedrigere Werte nennen.

Welche Förderung gibt es in Sachsen?

Ansprechpartner für die Wohnraumförderung ist die Sächsische Aufbaubank (SAB) in Leipzig. Sie bietet Programme an, die den Erwerb, den Bau oder die Modernisierung von selbst genutztem Wohneigentum unterstützen, unter anderem mit Blick auf Familien. Gefördert wird in der Regel über Darlehen. Welche Programme aktuell geöffnet sind und welche Voraussetzungen gelten, klären Sie am besten direkt bei der SAB, bevor Sie unterschreiben.

Zusätzlich können bundesweite KfW-Programme eine Rolle spielen. Lassen Sie sich bei der Kombination mehrerer Programme beraten, denn Reihenfolge und Zeitpunkt der Anträge sind oft entscheidend. Ein Antrag nach Unterzeichnung des Kaufvertrags kommt bei manchen Programmen zu spät.

Wie können Sie Kaufnebenkosten senken?

Auch in Sachsen gilt: Bewegliche Gegenstände gehören nicht zur Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer. Kaufen Sie eine Einbauküche, Möbel oder eine Markise mit, sollten diese mit einem realistischen Wert gesondert im Kaufvertrag stehen. Bei 10.000 Euro Inventar sparen Sie so 550 Euro Steuer.

Dabei sollten Sie die Grenzen kennen:

  • Der angesetzte Betrag muss zum tatsächlichen Zustand und Alter passen.
  • Das Finanzamt prüft auffällige Werte und kann Nachweise verlangen.
  • Fest eingebaute Teile wie Heizungsanlage oder Bäder bleiben Teil des Gebäudes.

Bei Neubauten kann der getrennte Erwerb des Grundstücks dazu führen, dass nur der Grundstückspreis besteuert wird. Das gilt aber nur, wenn der Hausbau tatsächlich unabhängig vom Grundstückskauf vereinbart wird. Den Makler sparen Sie, wenn Sie direkt vom Eigentümer kaufen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Sachsen?

In Sachsen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent. Der Satz gilt nach dem Sächsischen Grunderwerbsteuersatzgesetz für Erwerbsvorgänge, die nach dem 31. Dezember 2022 verwirklicht werden.

Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf in Sachsen?

Notar- und Grundbuchkosten richten sich nach dem bundesweit einheitlichen Gerichts- und Notarkostengesetz. Als Faustwert gelten zusammen rund 2 Prozent des Kaufpreises, bei 300.000 Euro also etwa 6.000 Euro.

Kann man die Grunderwerbsteuer in Sachsen sparen?

Mitgekauftes bewegliches Inventar wie eine Einbauküche können Sie mit realistischem Wert gesondert im Vertrag ausweisen. Dieser Teil ist nicht grunderwerbsteuerpflichtig. Das Finanzamt kann die Werte prüfen.

Gibt es in Sachsen eine Förderung für den Hauskauf?

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) ist die Förderbank des Freistaats und bietet Programme rund um selbst genutztes Wohneigentum an. Die aktuellen Bedingungen sollten Sie vor dem Kauf bei der SAB prüfen.

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