Kaufnebenkosten in Saarland

In Saarland beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler kommen beim Kauf einer Immobilie meist 8,5 bis 12,1 Prozent zum Kaufpreis hinzu. Stand 26. September 2026.

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Über einen Makler?
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Im Durchschnitt rund 2 Prozent des Kaufpreises.

Das Saarland ist das kleinste Flächenland, bei der Grunderwerbsteuer aber ganz vorn dabei. Mit 6,5 Prozent verlangt es so viel wie kaum ein anderes Bundesland. Gleichzeitig sind die Kaufpreise vielerorts moderater als in den Ballungsräumen. Für Ihre Kalkulation heißt das: Die Nebenkosten machen im Verhältnis zum Kaufpreis einen großen Anteil aus und gehören von Beginn an in den Finanzierungsplan.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer im Saarland?

Das Serviceportal des Saarlandes nennt für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2015 einen Satz von 6,5 Prozent der Bemessungsgrundlage. Davor stieg der Satz in mehreren Schritten: von 3,5 Prozent bis Ende 2010 über 4 und 4,5 Prozent auf 5,5 Prozent in den Jahren 2013 und 2014.

Rechtsgrundlagen sind das Grunderwerbsteuergesetz des Bundes und das saarländische Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes bei der Grunderwerbsteuer. Zuständig für die Grunderwerbsteuer im ganzen Land ist das Finanzamt Merzig.

Rechenbeispiel: Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro beträgt die Grunderwerbsteuer im Saarland 19.500 Euro.

Nach dem Notartermin erhalten Sie den Steuerbescheid. Erst nach Zahlung gibt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung frei, die das Grundbuchamt für Ihre Eintragung als Eigentümer braucht.

Was kosten Notar und Grundbuch im Saarland?

Hier gibt es keinen saarländischen Sonderweg. Notare und Grundbuchämter rechnen bundesweit nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) ab. Die Gebühren hängen vom Kaufpreis und von der Höhe der Grundschuld ab, nicht vom Ort der Beurkundung.

Als Faustwert für Notar und Grundbuch zusammen gelten rund 2 Prozent des Kaufpreises. Bei 300.000 Euro sind das etwa 6.000 Euro. Kleinere Abweichungen entstehen je nach Umfang des Vertrags und der nötigen Eintragungen.

Wie ist die Maklerprovision geregelt?

Kaufen Sie als Privatperson eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus, gilt bei einem für beide Seiten tätigen Makler die Halbteilung nach § 656c BGB. Käufer und Verkäufer zahlen dann gleich viel. Wie hoch die Provision insgesamt ist, regelt das Gesetz nicht. Ein Kauf ohne Makler spart diesen Posten vollständig.

Was trägt die Bank, was tragen Sie?

Steuer, Notar und Grundbuch summieren sich in unserem Beispiel auf rund 25.500 Euro. Diesen Betrag sollten Sie möglichst aus Eigenkapital bezahlen. Banken bewerten die Immobilie als Sicherheit, die Nebenkosten fließen in diesen Wert nicht ein. Eine Finanzierung, die auch die Nebenkosten abdeckt, ist zwar möglich, wird aber nur bei sehr guter Bonität angeboten und meist zu schlechteren Bedingungen.

Gerade bei günstigeren Objekten, wie sie im Saarland häufig angeboten werden, ist der Eigenkapitalanteil für die Nebenkosten oft der entscheidende Punkt im Finanzierungsgespräch.

Welche Förderung gibt es im Saarland?

Die Förderbank des Landes ist die Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) in Saarbrücken. Sie betreut die Wohnraumförderung und bietet Programme für den Erwerb und Bau von selbst genutztem Wohneigentum an, in der Regel in Form von Darlehen. Welche Programme gerade laufen und wer sie nutzen kann, erfahren Sie direkt bei der SIKB. Bundesweite Angebote der KfW können ergänzend in Frage kommen.

Eine landeseigene Ermäßigung der Grunderwerbsteuer für Familien oder Ersterwerber gibt es im Saarland nicht.

Wie lässt sich bei den Nebenkosten sparen?

Wegen des hohen Steuersatzes lohnt sich jede legale Verringerung der Bemessungsgrundlage im Saarland besonders. Bewegliche Gegenstände, die mit dem Haus verkauft werden, unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer. Dazu zählen etwa die Einbauküche, freistehende Möbel oder eine Markise. Stehen sie mit einem realistischen Wert gesondert im Kaufvertrag, zahlen Sie darauf keine Steuer. Bei 10.000 Euro Inventar sind das 650 Euro weniger.

Die Grenzen:

  • Angesetzt werden darf nur der tatsächliche Zeitwert.
  • Das Finanzamt Merzig kann Nachweise verlangen und überhöhte Werte korrigieren.
  • Fest verbaute Teile wie Heizung, Fenster oder Sanitärobjekte gehören immer zum Gebäude.

Bei Bauvorhaben kann ein getrennter Kauf des Grundstücks die Steuer auf den Grundstückspreis begrenzen, sofern der Bauvertrag tatsächlich unabhängig geschlossen wird. Und wer direkt vom Eigentümer kauft, spart die Maklerprovision.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer im Saarland?

Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2015 beträgt die Grunderwerbsteuer im Saarland 6,5 Prozent der Bemessungsgrundlage, in der Regel des Kaufpreises.

Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf im Saarland?

Notar und Grundbuchamt rechnen nach dem bundesweit geltenden Gerichts- und Notarkostengesetz ab. Rechnen Sie für beides zusammen mit rund 2 Prozent des Kaufpreises, bei 300.000 Euro mit etwa 6.000 Euro.

Kann man die Grunderwerbsteuer im Saarland sparen?

Teilweise. Weisen Sie mitgekauftes bewegliches Inventar wie eine Einbauküche mit realistischem Wert gesondert im Kaufvertrag aus, entfällt darauf die Steuer. Bei 6,5 Prozent wirkt sich das stärker aus als in Ländern mit niedrigerem Satz.

Gibt es im Saarland eine Förderung für den Hauskauf?

Die Saarländische Investitionskreditbank (SIKB) ist die Förderbank des Landes und bietet Programme für selbst genutztes Wohneigentum an. Die Voraussetzungen prüfen Sie am besten vor dem Kauf.

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