Kaufnebenkosten in Hamburg

In Hamburg beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler kommen beim Kauf einer Immobilie meist 7,5 bis 11,1 Prozent zum Kaufpreis hinzu. Stand 6. Oktober 2026.

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Über einen Makler?
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Im Durchschnitt rund 2 Prozent des Kaufpreises.

Hamburg gehört zu den teuersten Immobilienmärkten in Deutschland. Hohe Kaufpreise bedeuten auch hohe Nebenkosten, denn Grunderwerbsteuer, Notar und Makler werden als Anteil vom Kaufpreis berechnet. Wer in Eimsbüttel, Barmbek oder Bergedorf kaufen möchte, sollte diese Beträge genau kennen. Hier sind die wichtigsten Posten im Überblick.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hamburg?

Die Stadt gibt den Steuersatz mit 5,5 Prozent der Gegenleistung an, die in der Regel dem Kaufpreis entspricht. Dieser Satz gilt seit Anfang 2023, vorher waren es 4,5 Prozent. Grundlage ist das Grunderwerbsteuergesetz des Bundes in Verbindung mit dem Hamburger Landesrecht, das den Satz festlegt.

Ein Beispiel: Für eine Eigentumswohnung zum Kaufpreis von 300.000 Euro setzt das Finanzamt 16.500 Euro Grunderwerbsteuer fest. Bei höheren Kaufpreisen, wie sie in vielen Hamburger Stadtteilen üblich sind, steigt der Betrag entsprechend.

Zuständig ist für ganz Hamburg das Finanzamt für Verkehrsteuern und Grundbesitz. Der Notar meldet den Kauf dorthin, danach erhalten Sie den Bescheid. Die Festsetzung dauert nach Angaben der Stadt in der Regel etwa sechs Wochen, im Einzelfall auch länger. Nach Zahlung folgt die Unbedenklichkeitsbescheinigung für das Grundbuch.

Was kosten Notar und Grundbuch?

Für die Beurkundung und die Eintragungen im Grundbuch gilt bundeseinheitlich das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). In Hamburg zahlen Sie also dieselben Gebühren wie in anderen Ländern. Rechnen Sie für Notar und Grundbuch zusammen mit rund 2 Prozent des Kaufpreises, bei 300.000 Euro mit etwa 6.000 Euro.

Bei Wohnungen kommt häufig die Prüfung der Teilungserklärung und der Verwalterzustimmung hinzu. Auch die Grundschuld für Ihre Bank wird über den Notar eingetragen.

Wer zahlt die Maklerprovision in Hamburg?

Seit Ende 2020 gilt bei Wohnungen und Einfamilienhäusern die Halbteilung nach § 656c BGB. Ist der Makler für beide Seiten tätig, müssen Käufer und Verkäufer gleich viel zahlen. Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, dürfen Sie höchstens die Hälfte tragen.

Die Provisionshöhe selbst ist frei vereinbar. Ihren Anteil als Käufer muss das Angebot nennen. Gerade bei hohen Kaufpreisen lohnt es sich, darauf zu achten.

Was finanziert die Bank in Hamburg?

Banken setzen das Darlehen ins Verhältnis zum Wert der Immobilie. Grunderwerbsteuer, Notar und Makler gehören nicht dazu und sollten aus Eigenkapital kommen. Bei Hamburger Preisen bedeutet das schnell einen hohen Eigenanteil. Prüfen Sie deshalb früh, wie viel Eigenkapital Sie einsetzen können und ob zusätzlich ein Teil des Kaufpreises gedeckt werden kann.

Welche Gesamtsumme sollten Sie in Hamburg einplanen?

Für eine Wohnung zu 300.000 Euro fallen 16.500 Euro Grunderwerbsteuer und rund 6.000 Euro für Notar und Grundbuch an. Zusammen sind das etwa 22.500 Euro, rund 7,5 Prozent des Kaufpreises. Ist ein Makler beteiligt, erhöht sich die Summe um dessen Käuferanteil. Viele Hamburger Wohnungen kosten mehr als im Beispiel, die Nebenkosten steigen dann im gleichen Verhältnis. Prüfen Sie bei Eigentumswohnungen zusätzlich das Hausgeld und die Rücklage der Gemeinschaft. Beides beeinflusst, wie viel Ihnen nach dem Kauf monatlich zur Verfügung steht.

Welche Förderung gibt es in Hamburg?

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) ist die Förderbank der Stadt. Sie unterstützt unter anderem Haushalte, die selbst genutztes Wohneigentum bauen oder kaufen, vor allem mit zinsgünstigen Darlehen. Ergänzend gibt es die Programme der KfW. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig, und oft ist ein Antrag vor dem Kaufvertrag nötig.

Wie können Sie in Hamburg Nebenkosten sparen?

Die Grunderwerbsteuer bemisst sich am Kaufpreis für Grundstück und Gebäude. Übernehmen Sie bewegliche Gegenstände wie eine Einbauküche oder Möbel, können Sie diese im Kaufvertrag getrennt ausweisen. Dieser Anteil bleibt steuerfrei. Setzen Sie die Werte aber realistisch an, denn das Finanzamt prüft den Ansatz.

Erwerbe unter 2.500 Euro sind steuerfrei, ebenso Übertragungen zwischen Ehegatten und Verwandten in gerader Linie. Beim Notar besteht kaum Spielraum. Beim Makler können Sie über die Provision sprechen oder gezielt nach Angeboten ohne Käuferprovision suchen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hamburg?

In Hamburg beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent der Gegenleistung, in der Regel des Kaufpreises. Bei 300.000 Euro sind das 16.500 Euro.

Welches Finanzamt ist in Hamburg für die Grunderwerbsteuer zuständig?

Für alle Grundstücke in Hamburg ist zentral das Finanzamt für Verkehrsteuern und Grundbesitz zuständig.

Wie hoch sind die Notarkosten beim Wohnungskauf in Hamburg?

Die Gebühren für Notar und Grundbuch richten sich nach dem bundesweit geltenden GNotKG. Als Faustwert gelten rund 2 Prozent des Kaufpreises, bei 300.000 Euro also etwa 6.000 Euro.

Kann man die Grunderwerbsteuer in Hamburg sparen?

Bewegliche Gegenstände wie eine Einbauküche können Sie im Kaufvertrag gesondert ausweisen. Für diesen Anteil zahlen Sie keine Grunderwerbsteuer, solange der Wert angemessen ist.

Gibt es in Hamburg eine Förderung für den Wohnungskauf?

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) fördert unter anderem selbst genutztes Wohneigentum. Klären Sie die Voraussetzungen vor dem Kaufvertrag.

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