Kaufnebenkosten in Bremen

In Bremen beträgt die Grunderwerbsteuer 5,5 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler kommen beim Kauf einer Immobilie meist 7,5 bis 11,1 Prozent zum Kaufpreis hinzu. Stand 5. Oktober 2026.

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Über einen Makler?
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Im Durchschnitt rund 2 Prozent des Kaufpreises.

Bremen hat die Grunderwerbsteuer zuletzt im Sommer 2025 erhöht. Wer heute in Bremen oder Bremerhaven kauft, zahlt also mehr als noch vor kurzer Zeit. Damit Sie die Nebenkosten realistisch einschätzen, finden Sie hier alle wichtigen Posten vom Steuersatz bis zur Maklerprovision.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bremen?

Grundlage ist das Zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer vom 22. Januar 2025. Danach beträgt der Satz 5,5 Prozent für alle Erwerbsvorgänge, die ab dem 1. Juli 2025 verwirklicht werden. Vorher galten 5 Prozent. Maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem der Erwerb verwirklicht wird, in der Regel also der Abschluss des Kaufvertrags.

So wirkt sich der Satz aus: Für ein Reihenhaus in Bremen-Nord oder eine Wohnung in Bremerhaven zum Preis von 300.000 Euro fallen 16.500 Euro Grunderwerbsteuer an. Gegenüber dem alten Satz sind das 1.500 Euro mehr. Im Vergleich zum benachbarten Niedersachsen liegt Bremen damit etwas höher, gleichauf mit Hamburg.

Nach dem Kauf erhalten Sie einen Steuerbescheid. Ist die Steuer bezahlt, gibt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung frei, und die Eintragung ins Grundbuch kann erfolgen.

Was kosten Notar und Grundbuch in Bremen?

Wie überall in Deutschland gilt das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Die Gebühren hängen vom Kaufpreis und von der Höhe der Grundschuld ab, nicht vom Bundesland. Für Notar und Grundbuch zusammen sind rund 2 Prozent des Kaufpreises ein brauchbarer Richtwert. Bei 300.000 Euro sind das etwa 6.000 Euro.

Zu diesen Kosten gehören die Beurkundung, die Vormerkung im Grundbuch, die Eigentumsumschreibung und die Eintragung der Grundschuld, die Ihre Bank als Sicherheit verlangt.

Was gilt beim Makler?

Beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern gilt die Halbteilung nach § 656c BGB. Wird der Makler für beide Parteien tätig, zahlen Käufer und Verkäufer jeweils gleich viel. Beauftragt der Verkäufer den Makler allein, darf er Ihnen höchstens die Hälfte der Provision in Rechnung stellen.

Die Höhe der Provision ist nicht gesetzlich vorgegeben. Ihren Anteil sehen Sie im Exposé. Bei einem Kauf ohne Makler entfällt dieser Posten.

Welche Kosten finanziert die Bank?

Die Bank orientiert sich am Wert der Immobilie. Die Nebenkosten erhöhen diesen Wert nicht, deshalb sollen sie in der Regel aus Eigenkapital bezahlt werden. Durch die Erhöhung der Grunderwerbsteuer brauchen Sie in Bremen heute etwas mehr eigenes Geld als vor Juli 2025.

Eine Finanzierung einschließlich Nebenkosten ist mit gutem Einkommen möglich, die Bank verlangt dafür aber meist einen höheren Zins.

Wie viel kommt in Bremen insgesamt zusammen?

Bei 300.000 Euro Kaufpreis ergeben 16.500 Euro Grunderwerbsteuer und rund 6.000 Euro für Notar und Grundbuch zusammen etwa 22.500 Euro. Das sind rund 7,5 Prozent des Kaufpreises, ohne Makler. Planen Sie diese Summe als Eigenkapital ein und legen Sie eine Reserve für Umzug und kleinere Arbeiten an der Immobilie zurück. Bei älteren Bremer Reihenhäusern, die in vielen Stadtteilen das Bild prägen, lohnt sich zudem ein Blick auf Dach, Fenster und Heizung. Anstehende Modernisierungen sind keine Kaufnebenkosten, belasten aber Ihr Budget kurz nach dem Kauf.

Welche Förderung gibt es in Bremen?

Förderbank im Land ist die Bremer Aufbau-Bank (BAB). Sie betreut Programme für Bremen und Bremerhaven, darunter Angebote rund um Wohneigentum. Daneben stehen Ihnen die bundesweiten Programme der KfW offen. Weil sich Programme und Bedingungen ändern, sollten Sie vor dem Kauf klären, was für Ihr Vorhaben in Frage kommt.

Wo können Sie in Bremen sparen?

Die Grunderwerbsteuer betrifft nur Grundstück und Gebäude. Bewegliches Inventar wie Einbauküche, Markise oder Gartenhaus können Sie im Kaufvertrag mit einem eigenen Preis ausweisen und so aus der Bemessungsgrundlage nehmen. Der angesetzte Betrag muss zum Zustand passen, sonst erkennt das Finanzamt ihn nicht an.

Keine Grunderwerbsteuer fällt bei Erwerben unter 2.500 Euro und bei Übertragungen zwischen Ehegatten oder Verwandten in gerader Linie an. Notargebühren sind festgelegt. Einsparungen sind deshalb vor allem beim Makler und bei einer durchdachten Aufteilung des Kaufpreises möglich.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bremen?

Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Juli 2025 beträgt die Grunderwerbsteuer im Land Bremen 5,5 Prozent. Bei 300.000 Euro Kaufpreis sind das 16.500 Euro.

Gilt in Bremerhaven derselbe Steuersatz wie in Bremen?

Ja. Der Satz gilt für alle Grundstücke in der Freien Hansestadt Bremen, also in der Stadt Bremen und in Bremerhaven.

Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf in Bremen?

Notar und Grundbuchamt rechnen nach dem bundesweit geltenden GNotKG ab. Als Faustwert gelten rund 2 Prozent des Kaufpreises, bei 300.000 Euro etwa 6.000 Euro.

Kann man die Grunderwerbsteuer in Bremen sparen?

Mitgekaufte bewegliche Gegenstände wie eine Einbauküche können Sie im Vertrag gesondert ausweisen. Auf diesen Anteil fällt keine Grunderwerbsteuer an, wenn der Wert angemessen ist.

Gibt es in Bremen eine Förderung für den Hauskauf?

Die Bremer Aufbau-Bank (BAB) ist die Förderbank für Bremen und Bremerhaven und betreut Programme rund um Wohneigentum. Fragen Sie vor dem Kauf nach den aktuellen Bedingungen.

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